(Klaus Staeck)

An- und Aussichten
Natur- und Umweltschutz

Natur- und Umweltschützer, die mahnen, die versuchen, zu retten, was noch zu retten ist, werden oftmals diffamiert, als Sündenböcke für die jahrzehntelange verfehlte Wirtschafts- und Sozialpolitik hingestellt.
Es scheint, als sei der Mensch nur durch die Katastrophe belehrbar.

 

 

Für Frau Dr. Angela Merkel war der atomare Supergau in Fukushima erst der Anstoß zur Abkehr von der Atomenergie.

 

 

 

Wahlkampfstimmung unserer Politiker

 


Die CDU mit neuem Direktkandidaten

Nach dem Tod ihres Direktkandidaten im Wahlkreis 33 wählte die CDU Thomas Gens als Nachfolger.

Er hat Erfahrung im Umgang mit dem Naturschutz aus der Zeit als er noch für die Volkspartei (Ergebnis: 0,2%) in den Landtag ziehen wollte.
Vielleicht schafft er es über die CDU. Die Ansichten haben sich nicht geändert: „…werde er sich für einen ´vernünftigen Naturschutz´ stark machen: ´Wir Menschen gehören auch zur Natur.´“ (OZ, 29.08.11)

 

 

 

 

 


 

Dass Thomas Gens bevor er sich für die VOLKSPARTEI umtat, auch noch anderweitig aktiv war, setzt dem Fass die Krone auf:

 

Thomas Gens (Info. Ostsee-Zeitung)

Die CDU hat noch etliche weitere Kandidaten, die sich zu Umwelt- und Naturschutz zu Worte melden. Ein drastisches Gemisch von falsch begründeten Fakten, Unkenntnis, Ignoranz und Demagogie ist der Beitrag „Thema der Woche, RügenUnion informiert: Natur- und Umweltschutz“ von Burkhard Lenz und Holger Nebel im Ostsee-Anzeiger vom 10.08.11. So schreiben sie: „Viele Pflanzen und Tiere wurden Kulturfolger und konnten durch den Eingriff  des Menschen erhalten werden.“ In der folgenden Aufzählung finden sich Vertreter, die nur durch den Menschen so sehr dezimiert worden sind, dass sie auf den Roten Listen bedrohter Tiere stehen: z. B. Rauch- und Mehlschwalbe, Gartenrotschwanz, Feldlerche, aber auch alle Fledermausarten. Wenn in Schutzgebieten „Süßgräser zu Sauergräsern“ werden, ist das genauso als würden Kühe zu Pferden… usw. usw.

 


Positionen von Politikern zur B 96n:


Wer einem solch unerträglichen, landschafts- und naturzerstörerischen Bauwerk zustimmt, ist nicht wählbar!

 

Lorenz Caffier, CDU, fragt:
„Was wäre die Alternative zur B 96n? Begrenzungen der Touristen und Schlagbäume?“
Also: alternativlos (Unwort des Jahres 2010)
Schlichter geht´s nimmer.

 

Erwin Sellering, SPD,
ist ganz klar für den Bau der B 96n. Toll!

 

Gino Leonhard, FDP: „Dass „jetzt endlich die B 96n gebaut wird, war längst überfällig. Weniger Stau schont die Umwelt.“ Dass mehr Autos auf einer Insel noch mehr Stau erzeugen, ist ihm entgangen. Hauptsache in der „FDP-Hochburg Rambin“ staut sich nichts mehr, auch nicht die haltmachenden Urlauber vor der „Alten Pommernkate“, welche dann nur noch von Eingeweihten gefunden würde. Anbindung unerwünscht. FDP – Partei mit wirtschaftlichem Profil?

 

Helmut Holter ,Linke: ÖPNV hat Priorität, vor Neubau steht Erhalt und Sanierung von Straßen

 

Jürgen Suhr, Grüne, für eine Alternative zum Autoverkehr – gutes, aufeinander abgestimmtes ÖPNV-Netz

 

Torsten Schäfer, Bündnis für Rügen, für die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und den Radverkehr; „Ja“ zur Tourismusabgabe mit freier Fahrt im ÖPNV

 

 

Wenn aber Verkehrsminister Volker Schlotmann, SPD und Ministerpräsident Erwin Sellering, SPD, die Umweltverbände NABU und BUND, mit denen ihre „Arbeitsebene“  gerade zur Abwendung eines langen Klageweges bezüglich des Neubaus der B 96n auf Rügen verhandelt, als käuflich und ihre Handlungsweise als „moralisch zweifelhaft“ diffamieren, da zu den internen Verhandlungen auch Fragen von Finanzierungsmöglichkeiten zur Sicherung des Zug- und Rastvogelgeschehens gehörten, ist das mehr als ehrenrührig angesichts der immensen ehrenamtlichen Arbeit, die Naturschützer im ganzen Land leisten - zum Wohle von Mensch und Natur. (s. „Land&Leute, 6/11 u. 7/11)

Hier noch Kreistagskandidat Oliver Gurk, CDU, „der Brüller von Rambin“, anlässlich einer Demo Andersdenkender - gegen den Bau der B 96n:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/bn101.html (Inselidylle oder freie Fahrt)

Pikantes zum Schluss: Die Trauerfeier für den verstorbenen CDU-Landtagsabgeordneten  Udo Timm in der Bergener Marienkirche gestaltet sich 2 Tage vor dem 04. September  zur Wahlkampfveranstaltung mit Starbesetzung.

 

 
"Ostsee-Zeitung"
 vom
02.09.2011
 
"Kanzlerin bei Trauerfeier"

 

Umweltcheck der Parteien (BUND)

 

 


Wer und was ist bei der Naturschutzarbeit versichert? Bin ich auch geschützt, wenn ich auf dem Weg in die Vorstandssitzung einen Unfall erleide?